Zeitreise ins DDR-Museum in Dargen auf Usedom

Zum Inhalt springen

DDR-Museum auf Usedom

Ostalgie pur: Eine Reise zu Trabi, Wartburg, Konsum und Soljanka

DDR-Alltag und Kult-Fahrzeuge: Im DDR-Museum in Dargen auf Usedom wird die Vergangenheit lebendig. Die einen tauchen bei den typischen Eierbechern, Schreibmaschinen, alten Telefonen und dem großen Fuhrpark in Kindheitserinnerungen ein – die anderen staunen über all die Gegenstände aus einem Land, das es heute nicht mehr gibt. PKWs, Zweiräder und Traktoren, Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge bilden den Kern der Ausstellung. Daneben ermöglichen technische Geräte, Haushaltsgegenstände und Konsumgüter einen Blick in den Alltag in der ehemaligen DDR. 

Eine Halle im DDR-Museum in Dargen auf Usedom mit vielen Autos, darunter Trabi, Wartburg und Lada
Eine Halle im DDR-Museum in Dargen auf Usedom mit vielen Autos, darunter Trabi, Wartburg und Lada
Quelle: Martin Flögel
Fans von Ost-Autos geht im DDR-Museum auf Usedom das Herz auf

Von der privaten Sammlung zum Museum

Das DDR-Museum in Dargen auf Usedom entstand nach und nach auf dem Gelände einer ehemaligen bäuerlichen Handelsgenossenschaft und war ab 1997 zunächst als Zweiradmuseum angelegt. Michael Gora war von Anfang an dabei und erzählt: „Nach der Wende lief der Baubetrieb nicht mehr so, und der damalige Besitzer, Herr Heuer, hatte die Idee für ein DDR-Museum mit Motorrädern, Mopeds und Traktoren. Da sind wir die erste Zeit über die Dörfer gefahren, haben versucht, so viel Technik einzusammeln wie möglich, und die dann repariert. Das ging damals ja noch, heute kann man vieles, das kaputt geht, nur noch in die Tonne tun.“

Aus der kleinen Sammlung wurde bald mehr, denn nach und nach kamen die Leute aus der Umgebung darauf, dass hier Platz war für all die Dinge aus dem Keller, die zu schade waren, um sie wegzuwerfen. „Wir wollten den zukünftigen Generationen zeigen, wie man früher in der DDR gelebt hat, auch um das Bild vom „typischen Ossi“ aufzubrechen und unsere Geschichte zu erzählen“, erklärt Michael Gora die Motivation der Ehrenamtlichen, die beim Aufbau des Museums mithalfen und die Sammlung auch heute noch aktiv unterstützen. '

Ein Regal voller altmodischer Telefone mit Wählscheibe oder Tasten im DDR-Museum auf Usedom
Ein Regal voller altmodischer Telefone mit Wählscheibe oder Tasten im DDR-Museum auf Usedom
Quelle: Martin Flögel
Wer weiß noch, wie damals die Telefone aussahen?

Vom Konsum bis zur zünftigen Soljanka 

Wer sich für Ost-Fahrzeuge, Technik und Alltagsgegenstände aus der DDR interessiert oder damit aufgewachsen ist, kann stundenlang in den drei Hallen des DDR-Museums stöbern und alte Raritäten entdecken. Aber auch, wer das alles zum ersten Mal sieht, erhält einen Einblick in das damalige Leben. Neben Küchen- und Haushaltsgeräten, Spielzeug, Büchern, Fernsehgeräten und Schallplatten gehört auch ein alter Konsum-Laden voller DDR-Produkte zur Sammlung. Und in der Gaststätte des Museumsvereins werden typische Gerichte der damaligen Zeit auf historischem Geschirr serviert: Von der Soljanka über Erbseneintopf aus der Feldküche bis zum hausgemachten Kuchen.

 

Weitere Infos rund um Ihren Ausflug zum DDR-Museum auf Usedom

Kontakt

DDR-Museum Dargen/Usedom e.V.Bahnhofstraße 717419 DargenTel.: 038376 20290museumdargen.de

Das DDR-Museum ist von April bis September immer Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet, im Oktober und November von 10 bis 15 Uhr. 

Ende des Expander-Inhaltes
Anreise per Bahn und Bus

Von Züssow fährt die Linie RB23 bis Ahlbeck auf der Insel Usedom. Von dort fahren die Busse der Linien 284 und 285 nach Dargen. Die Fahrzeit der Busse variiert von circa 20 bis 50 Minuten, am besten vorab die Verbindung prüfen, z.B. in der Reiseauskunft oder in der App DB Navigator.

Den Fahrplan der Linie RB23 finden Sie unter Downloads. Sie können Ihre Anreise aber auch ganz bequem mit der Reiseauskunft planen.

Ende des Expander-Inhaltes
Weitere Tipps für den Ausflug mit der Bahn nach Usedom

Im Kaiserbad Ahlbeck, Ausgangspunkt der Tour zum DDR-Museum in Dargen, lassen sich puderiger Sandstrand, mondäne Bädervillen und die 1898 erbaute Seebrücke erkunden. Direkt im Bahnhof Ahlbeck lockt die Kunsthalle BuchKunst Ahlbeck mit antiquarischer Literatur und vielseitiger Kunst – von der Postkarte über Gemälde bis zur Skulptur. Deftiges vom Kutter gibt es in Uwes Fischerhütte an der Strandpromenade, Köstliches von Konditorin und Konditor im Kaffeehaus Röntgen in der Bismarckstraße.  

Ende des Expander-Inhaltes
Tipp zum Reinhören

Was Maike und Ingo vom Podcast „Treib gut!“ im DDR-Museum erleben, was Lokführer Oliver Grünberg den beiden von seinem Traumberuf berichtet und warum sich Ingo als „Waschkünstler“ bezeichnet, erfahren Sie im Podcast „Treib gut!“ in Folge 48 – „Ostalgie und Ostsee-Feeling auf Usedom". Hören Sie gleich mal rein!

Ende des Expander-Inhaltes

 

Inspirationen für den Ausflug nach Usedom