Architektur trifft Kunst und Musik: die Philharmonie Stettin

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Zu Besuch in der Philharmonie Stettin

Die moderne Philharmonie der Oderstadt Stettin beeindruckt von außen und innen 

Wer die Oderstadt Stettin besucht, sollte sich die Philharmonie nicht entgehen lassen. Der moderne Bau, der an einen Eisberg erinnert, ist sowohl von außen als auch von innen sehenswert. Die spanisch-italienischen Architekten Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga erhielten für ihren Entwurf sogar den Mies van der Rohe Award, eine der renommiertesten Auszeichnungen für europäische Architektur. In der Philharmonie finden Konzerte in perfekt darauf abgestimmten Sälen statt, während eine Galerie und der Art.Room wechselnde Kunstausstellungen zeigen. 

Die Philharmonie Stettin mit ihren markanten spitzen Giebeln leuchtet weiß vor dem Nachthimmel
Die Philharmonie Stettin mit ihren markanten spitzen Giebeln leuchtet weiß vor dem Nachthimmel
Quelle: terra press GmbH
Ein leuchtender „Eisberg“ in der Nacht: die Philharmonie Stettin

Die polnische Oderstadt, die in der Landessprache Szczecin heißt, ist eine Stadt der Gegensätze. Überall hinterließ die Geschichte ihre Spuren, und die Umbrüche und Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs sind bis heute im Stadtbild sichtbar. So findet das hanseatisch anmutende alte Rathaus aus Backstein seinen Platz neben wiederaufgebauten barocken Häusern. Nicht weit davon zeigt sich das restaurierte Schloss der Pommerschen Herzöge im Renaissancestil, während der Alltag in pragmatischen sozialistischen Plattenbauten stattfindet. Der ausdrucksstarke Bau der Philharmonie Stettin mit der leuchtend weißen Milchglas-Fassade setzt neben dem neugotischen Polizeipräsidium einen markanten zeitgenössischen Akzent. Und doch fügen sich die spitz zulaufenden Giebel ins Stadtbild ein. Das nach dem polnischen Komponisten Mieczysław Karłowicz benannte Konzerthaus ersetzte 2014 den im Zweiten Weltkrieg beschädigten Vorgängerbau.  

Der große Saal der Philharmonie Stettin mit goldenen Wand- und Deckenpaneelen sowie schwarzen Stuhlreihen
Der große Saal der Philharmonie Stettin mit goldenen Wand- und Deckenpaneelen sowie schwarzen Stuhlreihen
Quelle: Martin Flögel
Der Symphoniesaal, auch Sonnensaal genannt

Die Philharmonie Stettin auf einer Führung erleben

Von innen beeindruckt die Philharmonie mit weitläufigen Räumlichkeiten auf vier Etagen. Das Herzstück ist der Symphoniesaal, auch Sonnensaal genannt, mit Platz für rund 1.000 Zuhörende. Die holzverkleideten Wände und Decken stellen wahre Meisterwerke der Raumakustik dar und sorgen für einen vollen, gleichmäßigen Klang. Im Kammersaal, wegen seiner schwarzen Wände auch als Mondsaal bezeichnet, ist Platz für circa 190 Menschen. Auch er gilt als akustische Perle. Interessierte können die beiden Säle, das Foyer und die Galerie in der vierten Etage immer freitags auf einer circa 45-minütigen Führung auf Deutsch, Englisch oder Polnisch erleben.  

Der große Saal der Philharmonie Stettin mit goldenen Wand- und Deckenpaneelen sowie schwarzen Stuhlreihen
Blick ins Innere der Philharmonie Stettin

Vielseitige Ausstellungen polnischer Künstler 

Im März und April sind im Ausstellungsraum, dem Art.Room, sowie in der Galerie auf der vierten Etage der Philharmonie zwei Ausstellungen polnischer Künstler zu sehen. Maciej Osmycki stammt aus Warschau, lebt in Stettin und wirft mit „Equinox“ einen Blick auf die vergangenen 16 Jahre seines künstlerischen Schaffens, von Gemälden bis zu bemalten Objekten. Die Fotografien von Łukasz Skąpski, Professor an der Kunstakademie Stettin, fangen flüchtige Installationen aus Schilf und Stöcken, Licht und Schatten ein. Und zu Konzerten oder besonderen Veranstaltungen wird die Philharmonie selbst innen und außen kunstvoll beleuchtet.  

Das Königstor in Stettin mit dem Eingang zum Café E.Wedel
Im Stettiner Königstor offeriert das Café E. Wedel Schokolade in vielfältiger Form

Schokoladencafé E. Wedel: Stettins süße Seite erleben

Nach dem Besuch der Philharmonie lockt das hauseigene Café – oder man läuft das kurze Stück bis zur nächsten Straßenkreuzung und schaut im Schokoladencafé E. Wedel vorbei. Gelegen im Königstor, einem der historischen Stadttore von Stettin, findet sich hier alles, was das Herz begehrt: Heiße Schokolade, die eher geschmolzener Schokolade ähnelt als einfachem Kakao, Kuchen und andere Süßspeisen, Figuren aus Schokolade, Florentiner, Pralinen, Trüffel… Auch einige herzhafte Gerichte stehen auf der Karte. Wer gar nicht weiß, was er zuerst probieren soll, ergattert vielleicht noch ein paar schmackhafte Mitbringsel für zuhause. 

Informationen zu Ihrem Ausflug nach Stettin

Kontakt

Die Philharmonie Stettin öffnet ihre Türen Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr sowie eine Stunde vor jeder Veranstaltung, mit Ausnahme von Feiertagen. Führungen auf Deutsch oder Englisch werden freitags um 14 Uhr angeboten, Führungen auf Polnisch freitags um 15 Uhr. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, es empfiehlt sich jedoch, vorab nachzusehen, ob der Termin auch sicher stattfindet. 

Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie Szczecinul. Małopolska 4870-515 SzczecinTel. +48 91 430 95 10filharmonia.szczecin.pl/devisitszczecin.eu/de

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Anreise per Bahn nach Stettin

Der RE4 fährt direkt bis Szczecin Główny, dem Stettiner Hauptbahnhof. Fahrgäste können im RE4 mit dem Mecklenburg-Vorpommern-Ticket bis nach Stettin durchfahren und mit dem Ticket auch die Straßenbahnen und Busse in Stettin nutzen.

Wer ein Deutschlandticket oder Quer-durchs-Land-Ticket hat, muss zusätzlich eine Grenzübergangsfahrkarte ab Grambow bis Stettin lösen. 

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Weitere Tipps für den Ausflug mit der Bahn nach Stettin

Vom Stettiner Hauptbahnhof aus führt die „Städtische Touristenroute“ über sieben Kilometer zu 42 Stationen und wieder zurück. Dazu folgt man einfach der rot gestrichelten Linie auf dem Boden zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt, zu denen jeweils eine Infotafel einige Fakten verrät. In der Tourist-Information und in Buchläden ist auch ein Reiseführer im Taschenformat zur Route erhältlich. So lassen sich der Heumarkt mit dem alten Rathaus, das Schloss der Pommerschen Herzöge, die Hakenterrasse an der Oder und viele andere schöne und spannende Ecken der geschichtsträchtigen Stadt erkunden. Ein guter Tipp zur Stärkung ist die Bar Pasztecik, in der die typischen herzhaft gefüllten Stettiner Pastetchen auf den Tisch kommen.      

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Tipp zum Reinhören

Wie das Podcast-Team Maike und Ingo in Stettin schaurige Schlossgeheimnisse erkundet, was Kundenbetreuerin Silke Schulz über die deutsch-polnische Verständigung im RE4 erzählt und wo es die originalen „Stettiner Pastetchen“ gibt, erfahren Sie im Podcast „Treib gut!“ in Folge 47 –„Schlossgeheimnisse und Eisbergklänge in Stettin". Hören Sie gleich mal rein!

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