Freilichtmuseum Schwerin-Mueß: Zeitreise ins Landleben vor 100 Jahren

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Ein Tag im Freilichtmuseum

Ausflug in die Vergangenheit eines mecklenburgischen Bauern- und Fischerdorfes 

Einmal Zeitreise, bitte: Im Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß lässt sich erleben, wie die Menschen auf dem Land früher gewohnt und gearbeitet haben. Und das ganz anschaulich und nahbar: Besucher:innen wandeln durch den Dorfkern von Mueß, das seit 1936 zu Schwerin gehört. Einst lebte man hier von Fischfang und Ackerbau, von der eigenen Muskelkraft und von den Tieren, mit denen die Familie auch zusammenwohnte. Der Blick in Stuben und Kammern, in die Küche, die Schmiede oder den Kolonialwarenladen zeigt beeindruckende Details aus dem Leben der mecklenburgischen Landbewohnenden vom 17. bis ins 20. Jahrhundert. 

Historisches Fachwerkhaus mit Reetdach in Schwerin-Mueß
Historisches Fachwerkhaus mit Reetdach in Schwerin-Mueß
Quelle: Martin Flögel
Eines der historischen Bauernhäuser in Schwerin-Mueß

Volkskundesammlung und Bienenlehrpfad 

Die verschiedenen Ausstellungsbereiche im Freilichtmuseum erzählen mehr über die Mecklenburger:innen und ihre Nutztiere, über den Roggenanbau oder die historische Siedlungsstruktur der Büdnereien und Häuslereien. Die volkskundliche Sammlung zeigt Gegenstände aus dem Alltag früherer Zeiten. Auf den Streuobstwiesen siedeln Bienenvölker, und der Bienenlehrpfad führt entlang von fünf Stationen rund um die Schafweide. Hier lässt sich einiges über die traditionelle und moderne Imkerei erfahren. Wer es mähen und krähen hört, hört richtig: Schafe und Hühner leben ebenfalls auf dem Gelände. Sie liefern wie anno dazumal Wolle beziehungsweise Eier. 

Diese gehörnten Gotlandschafe leben im ehemaligen Bauern- und Fischerdorf Mueß
Diese gehörnten Gotlandschafe leben im ehemaligen Bauern- und Fischerdorf Mueß
Quelle: Martin Flögel
Schafe im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß

Veranstaltungen im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß 

Die ganze Saison über finden im Freilichtmuseum verschiedene Veranstaltungen statt. Sie bieten die Gelegenheit, noch tiefer in die Welt des „Damals“ einzutauchen – ob bei den Wandelkonzerten mit Nachbauten historischer Instrumente, bei den Aufführungen der niederdeutschen Fritz-Reuter-Bühne, am Waschtag oder bei den Kräuterwanderungen.

Zu den Höhepunkten im Museumsjahr gehört das Historienspektakel „Zeitreise Mueß – Dorfleben anno 1900“ am 18. und 19. Juli 2026: Für zwei Tage ziehen über 40 Darstellende mit ihren Kindern in die alten Bauernhäuser ein und verwandeln sich in Bauern, Mägde, Knechte, Hirten, Wäscherinnen und Schmiede. In kleinen Szenen erleben die Besucher:innen mit, wie sich der Alltag früher abspielte.

An den MuseumsMitmachTagen am 25. Juli, 29. August, 26. September und 31. Oktober 2026 vermittelt der Museumsverein Klöndör e.V. altes Handwerkswissen. Da wird das Spinnrad gedreht, die Wäsche gewaschen, die Sense geschwungen und die Esse der Schmiede angeheizt.  

Vom 4. bis 6. September 2026 versammeln sich zum Windros-Festival Musiker aus verschiedenen Ländern und führen ihre traditionellen Instrumente vor. Weitere Veranstaltungen sind auf der Webseite des Freilichtmuseums zu finden. Der Besuch bietet in jedem Fall vielseitige Einblicke und Erlebnisse – inklusive der Erkenntnis, dass das scheinbar so romantische Landleben mit jeder Menge harter Arbeit verbunden war.  

An einem Waschbottich bearbeiten zwei Personen die Wäsche mit Bürste und Waschbrett
An einem Waschbottich bearbeiten zwei Personen die Wäsche mit Bürste und Waschbrett
Quelle: Martin Flögel
Waschbottich statt Waschmaschine: Früher musste die Wäsche von Hand geschrubbt werden

 

Weitere Infos rund um Ihren Ausflug ins Freilichtmuseum Schwerin-Mueß

Kontakt

Freilichtmuseum Schwerin-MueßAlte Crivitzer Landstraße 1319063 SchwerinTel.: 0385 208410schwerin.de/freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß öffnet bis Ende September dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, im Oktober von 10 bis 17 Uhr.

Aufgrund von Umbaumaßnahmen können einige Gebäude und Ausstellungen nur im Rahmen von Veranstaltungen oder Führungen besichtigt werden. Der Umbau soll 2027 abgeschlossen werden. 

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Anreise per Bahn, Tram und Bus

Der RE1 hält in Schwerin Hauptbahnhof, von dort geht es mit der Straßenbahnlinie 1 oder 2 bis Stauffenbergstraße und mit der Buslinie 6 weiter bis zur Haltestelle Freilichtmuseum.

Den Fahrplan der Linie RE1 finden Sie unter Downloads. Sie können Ihre Anreise aber auch ganz bequem mit der Reiseauskunft planen.

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Weitere Tipps für den Ausflug mit der Bahn nach Schwerin-Mueß

Gut einen Kilometer vom Freilichtmuseum entfernt am Ufer des Schweriner Sees liegt die Reppiner Burg. Die „Ruine“ mit Burgturm und Burgtor wurde 1907 künstlich angelegt und bietet einen herrlichen Blick über den See. An einer naturbelassenen Badestelle kann man auch schwimmen gehen.

Nur 10 Minuten Fußweg vom Museum und von der Burg entfernt findet man die Eis-Manufaktur Schwerin-Mueß an der Ecke Alte Crivitzer Landstraße/Zum Reppin. Hier werden Softeis in tagesaktuellen Sorten, Eissorten – auch laktosefrei – von Waldmeister über Pflaume bis Orange sowie regionale Bioprodukte im Hofladen verkauft. So kann man Heidelbeerlikör, Lindenblütenhonig oder Wildschweinleberwurst mit nach Hause nehmen. Einen herzhaften Imbiss gibt es ebenfalls.

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Tipp zum Reinhören

Maike und Ingo vom Podcast „Treib gut!“ haben in Schwerin-Mueß ebenfalls das historische Landleben für sich entdeckt – inklusive Wäsche-Workout, Wasserschleppen, Schäfchen zählen und Dudelsack spielen. Warum Maike zur Prinzessin der Körner gekürt wird, wie man vor über 100 Jahren Wasser über den Hof transportiert hat und was es mit der krähenden Alarmanlage auf sich hat: Das hören Sie im Podcast „Treib gut, Folge 49 – „Wäsche-Workout und Dudelsack-Konzert in Schwerin-Mueß“

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Inspirationen für den Ausflug nach Schwerin